Betriebskostenspiegel 2015 für NRW veröffentlicht

Heizkosten sind weiter gestiegen - Günstige Prognosen für kommendes Abrechnungsjahr

Mieter zahlen in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt 2,16 Euro pro Quadratmeter und Monat für Betriebskosten. Rechnet man dagegen alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die so genannte zweite Miete hier bis zu 3,35 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der DMB Nordrhein-Westfalen jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2013 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung müssten beim Anfallen aller Betriebskostenarten 3.216,00 Euro für das Abrechnungsjahr 2013 aufgebracht werden. Damit sind die Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr um 0,04 Euro pro Quadratmeter gesunken.

Gestiegen sind aber die Heizkosten. Hier lag der Wert bei 1,17 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum letzten Betriebskostenspiegel ergibt sich damit eine Preissteigerung von 0,07 Euro. Die Kosten für Wasser inkl. Abwasser sind von 0,39 auf 0,36 Euro im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Kosten für Warmwasser sind im Landesdurchschnitt gleich geblieben. Bei der Grundsteuer ist mit 0,22 Euro ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Damit liegt Nordrhein-Westfalen bei den Betriebskosten unter dem Bundesdurchschnitt (2,19 Euro/Quadratmeter/Monat). Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Müllbeseitigung ergeben sich lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das gilt auch für Heizkosten und Warmwasser. Hier werden die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse und starke Preisunterschiede, insbesondere bei Gas und Fernwärme bestimmt.

2014 dürfte aus Mietersicht ein gutes Abrechnungsjahr werden. Mieter können mit niedrigeren Betriebskosten und damit sogar mit Rückzahlungen rechnen. Zwar sind 2014 in vielen Städten und Gemeinden die Grundsteuern zum Teil deutlich erhöht worden, aber die Kosten für Wasser und Abwasser sind im Bundesdurchschnitt um nur 0,7 Prozent gestiegen und die für die Müllbeseitigung sogar gesunken. Entscheidend ist aber, dass die Heizungs- und Warmwasserkosten für das Jahr 2014 spürbar gegenüber 2013 gefallen sind. Wegen der deutlich wärmeren Wintermonate 2014 ist der Heizenergieverbrauch in Deutschland um 20 bis 25 Prozent gesunken. Das gilt auch für die Energiepreise. Der Gaspreis sank um 0,1 Prozent, der für Fernwärme um 1,3 Prozent und der für Öl um 7,8 Prozent.

Download:

Betriebskostenspiegel 2015 für NRW (Abrechnungsjahr 2013)

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