Ramsauer beklagt Wohnungsnot bei Studenten

Mieterbund fordert Bundesregierung zum Handeln auf

„Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer hat Recht. Es kann nicht sein, dass wir in den Stadtzentren nur noch aufpolierte Luxusappartements sehen und preiswerter Wohnraum immer mehr verschwindet. Gut, dass sich der Bauminister angesichts 70.000 fehlender Wohnungen für Studenten endlich des Problems der studentischen Wohnungsnot annimmt“, kommentierte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, die von Ramsauer initiierte Gesprächsrunde zur Wohnungsnot bei Studenten. „Falsch ist es aber, Wohnungsnöte und Wohnungsengpässe nur als studentisches Problem zu begreifen. In Deutschland fehlen heute schon über 200.000 Wohnungen. Folge sind drastisch steigende Mieten, insbesondere in Großstädten und Ballungszentren. Hier muss und hier kann die Bundesregierung handeln.“

Aus Sicht des Deutschen Mieterbundes muss die Zahl der Fertigstellungen im Mietwohnungsneubau verdoppelt werden. „Wir brauchen 150.000 bis 160.000 neue Mietwohnungen pro Jahr, davon rund 40.000 Sozialwohnungen, damit die Wohnungsnot und die Wohnungsengpässe in den Städten nicht noch größer werden“, forderte Lukas Siebenkotten. „Kurzfristig sind aber mietrechtliche Änderungen notwendig. Die Neuvertragsmieten müssen gesetzlich begrenzt werden.“

Nach den Forderungen des Deutschen Mieterbundes sollten die Neuvertragsmieten die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um 10 Prozent übersteigen dürfen. Die bisherigen Mieterhöhungsregelungen gelten nur für bestehende Mietverhältnisse. Beim Abschluss eines neuen Mietvertrages dagegen kann der Vermieter die Miete in nahezu beliebiger Höhe festsetzen. Leidtragende dieser explodierenden Neuvertragsmieten an attraktiven Standorten von bis zu 30 Prozent und mehr sind vor allem die etwa 10 Prozent der Mieterhaushalte, die jährlich die Wohnung wechseln bzw. aus beruflichen Gründen umziehen müssen – junge Menschen, die eine Familie gründen und eine gemeinsame Wohnung beziehen wollen, oder Studenten, die neu in die Stadt ziehen.

„Die hohen Neuvertragsmieten von heute sind die Bestandsmieten von morgen. Da in die ortsübliche Vergleichsmiete nur die Vertragsabschlüsse der letzten vier Jahre einfließen, drohen auch in bestehenden Mietverhältnisses auf kurz oder lang hohe Preissteigerungen. Deshalb müssen bei der ortsüblichen Vergleichsmiete künftig alle Mietverhältnisse einbezogen werden und nicht nur die der letzten vier Jahre“, forderte Siebenkotten.

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